Mentale Last wirklich teilen – So gelingt’s

(Anzeige) Morgens 6:30 Uhr. Du stehst auf, während alle anderen noch schlafen. In Deinem Kopf läuft bereits der Tagesfilm: Kita-Reminder, das Meeting um 10 Uhr, die Sporttasche, die noch gepackt werden muss, die Einkaufsliste für heute Abend, der Kindergeburtstag am Wochenende, die Mail an die Lehrerin, die noch unbeantwortet ist. Noch bevor der Tag richtig begonnen hat, hast Du schon organisiert, priorisiert und vorausgedacht. Und genau hier beginnt etwas, das viele Working Moms kennen – aber selten so benennen: mentale Last. 

Mentale Last ist kein individuelles Problem 

Studien zeigen immer wieder, dass der Großteil der unsichtbaren Planungs- und Organisationsarbeit in Familien weiterhin bei Frauen liegt – selbst dann, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Laut einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung geben deutlich mehr Frauen als Männer an, den Überblick über Termine, Arztbesuche, Schulorganisation und Alltagsplanung zu behalten. Diese Arbeit taucht in keinem Kalender als „To-do“ auf. Sie ist nicht sichtbar. Aber sie kostet Energie. Für berufstätige Mütter bedeutet das: Neben der Verantwortung im Job läuft im Hintergrund ständig ein zweiter Mental-Load-Prozessor. Und genau dieser doppelte Dauerbetrieb führt häufig zu Erschöpfung, Gereiztheit oder dem Gefühl, nie ganz abschalten zu können. 

Die gute Nachricht ist: Mentale Last lässt sich verändern. Nicht durch mehr Disziplin. Nicht durch bessere Selbstoptimierung. Sondern durch bewusst geteilte Strukturen im Alltag.

Warum Working Moms besonders betroffen sind 

Für berufstätige Mütter kommt eine zusätzliche Ebene hinzu. Sie bewegen sich täglich zwischen zwei Systemen mit unterschiedlichen Erwartungen. Im Job zählen Effizienz, Verlässlichkeit und strategisches Denken. Zu Hause zählen Fürsorge, Überblick und emotionale Präsenz. Was selten gesehen wird: Mentale Last ist nicht nur Organisationsarbeit. Sie ist auch Beziehungsarbeit. 

Wer denkt an das Geschenk für die Erzieherin?
Wer merkt, dass das Kind gerade sensibler ist als sonst?
Wer erinnert daran, dass am Freitag Basteltag in der Schule ist? 

Diese Art von Denken ist unsichtbar – und sie wird selten bewusst verteilt. 

Viele Working Moms berichten, dass sie im Büro hochkonzentriert sind, aber im Hinterkopf trotzdem das Gefühl haben, noch zehn offene „Familien-Tabs“ mitlaufen zu haben. Dieses permanente Parallelrechnen kostet Energie – selbst wenn es niemand merkt. Genau deshalb reicht es nicht, nur besser zu planen. Es braucht Strukturen, die das Denken selbst verteilen. 

Warum klassische Organisation oft nicht reicht 

Viele Familien reagieren auf Überforderung mit noch mehr Listen, noch mehr Kalendern, noch mehr Planung. Doch das Problem ist selten der Mangel an Tools. Es ist die Verteilung der Verantwortung. Wenn eine Person weiterhin „den Überblick behält“, ändert auch das beste System nichts am Grundgefühl. Mentale Entlastung entsteht erst dann, wenn Verantwortung sichtbar wird und wirklich geteilt wird. Für Working Moms heißt das: Wir müssen weg von „Ich organisiere besser“ und hin zu „Wir organisieren gemeinsam“. 

Der Mythos vom Multitasking 

Wir haben uns daran gewöhnt zu glauben, wir könnten alles gleichzeitig stemmen. Job, Kinder, Haushalt, Beziehung, Freundschaften. Und viele Working Moms können unglaublich viel. Doch Studien zur kognitiven Belastung zeigen, dass ständiges Kontextwechseln messbar Stress erhöht und die Fehleranfälligkeit steigert. Das Problem ist nicht Kompetenz. Das Problem ist Dauerverantwortung. Wenn eine Person ständig im Hintergrund zuständig bleibt, entsteht kein echtes Teamgefühl. Es entsteht eine stille Hierarchie der Verantwortung. Das Ziel ist nicht, dass alle alles machen. Das Ziel ist, dass Verantwortung bewusst verteilt wird. 

5 alltagstaugliche Hebel, um mentale Last wirklich zu teilen 

Hier kommen fünf konkrete Ansätze, die sich sofort umsetzen lassen.

  1.  Sichtbarkeit schaffen

Oft liegt das Problem nicht in der Menge der Aufgaben, sondern darin, dass sie unsichtbar bleiben.Wenn nur du weißt, dass nächste Woche der Elternabend ansteht oder dass die Winterjacke zu klein geworden ist, dann bleibt auch die Verantwortung bei dir. 

Ein erster Schritt kann so simpel sein wie: 

  • Alle wiederkehrenden Aufgaben einmal gemeinsam aufschreiben 
  • Termine nicht nur im eigenen Kalender führen, sondern sichtbar für alle 
  • Aufgaben laut aussprechen, statt sie still zu übernehmen 

Sichtbarkeit schafft Bewusstsein. Und Bewusstsein ist die Grundlage für echte Beteiligung. 

 

  1. Verantwortung komplett übergeben – nicht nur helfen lassen

„Kannst du mir kurz helfen?“ klingt partnerschaftlich, bedeutet aber oft: Die Gesamtverantwortung bleibt bei Dir. Ein stärkerer Hebel ist die vollständige Übergabe eines Bereichs.

Zum Beispiel: 

  • Eine Person ist komplett verantwortlich für Arzttermine 
  • Eine Person plant und organisiert alle Geburtstage 
  • Eine Person übernimmt das Thema Sport und Freizeit 

Wichtig ist dabei: Mitdenken gehört zur Aufgabe. Nicht nur Ausführen. Für viele Paare fühlt sich das am Anfang ungewohnt an. Aber genau hier beginnt echte Entlastung. 

 

  1. Mikro-Routinen einführen

Working Moms profitieren besonders von kleinen, festen Routinen, die Entscheidungsstress reduzieren. 

Beispiele: 

  • Sonntags 15 Minuten Wochenüberblick gemeinsam 
  • Mittwoch ist „Besorgungs-Tag“ für alles, was fehlt 
  • Fester Abend im Monat für Finanz- oder Schulorganisation 

Solche Mini-Strukturen verhindern, dass alles spontan im Kopf einer Person landet. 

 

  1. Kinder bewusst einbeziehen

Oft unterschätzen wir, wie sehr Kinder mitgestalten möchten. Je nach Alter können sie: 

  • Eigene Termine mit eintragen 
  • Einkaufsideen äußern 
  • Aufgaben auswählen 
  • Erinnerungen mitgestalten 

Studien zur familiären Zusammenarbeit zeigen, dass Kinder, die altersgerecht eingebunden werden, mehr Selbstwirksamkeit entwickeln und kooperativer im Alltag sind. Das entlastet nicht nur Mütter – es stärkt die ganze Familie. 

 

  1. Systeme nutzen, die Zusammenarbeit fördern

Digitale Tools können helfen – aber nur dann, wenn sie Zusammenarbeit wirklich erleichtern und nicht nur zusätzliche Verwaltung bedeuten. 

Wichtig ist: 

  • Schnelles Teilen statt langes Einpflegen 
  • Gemeinsamer Zugriff statt Einzelkontrolle 
  • Ein Ort, an dem alles zusammenläuft 

Genau aus dieser Erfahrung heraus ist familymind entstanden – nicht als weiteres Organisationstool, sondern als Unterstützung für geteilte Verantwortung. Wer neugierig ist, findet weitere Einblicke auf der familyminds Website und kann die App in jedem AppStore runterladen. 

Für Leserinnen des LAUFMAMALAUF-Magazins gibt es außerdem einen kleinen Bonus: Mit dem Code LML25FM erhaltet ihr das familymind Jahresabo um 25 Prozent günstiger. 

Was Working Moms im Job davon haben 

Mentale Entlastung endet nicht zu Hause. Wenn Verantwortung wirklich geteilt wird, entsteht im Job: 

  • Mehr Fokus 
  • Weniger gedankliche Ablenkung 
  • Mehr Energie für strategisches Denken 
  • Weniger schlechtes Gewissen 

Das wirkt sich nicht nur auf Produktivität aus, sondern auch auf Selbstvertrauen. Working Moms müssen nicht noch leistungsfähiger werden. Sie brauchen Strukturen, die sie tragen. 

 

Ein realistisches Beispiel aus dem Alltag 

Stell Dir zwei Szenarien vor. 

Im ersten Szenario bist Du diejenige, die weiß, dass am Freitag Basteltag in der Schule ist. Du erinnerst Deinen Partner am Donnerstagabend. Du besorgst die Materialien. Du denkst daran, sie einzupacken. 

Im zweiten Szenario steht „Basteltag“ sichtbar für alle. Eine Person ist für Schulorganisation zuständig. Das Material wird rechtzeitig besorgt. Du musst nicht erinnern. Du musst nicht nachdenken. 

Der Unterschied liegt nicht in der Aufgabe. Der Unterschied liegt im mentalen Vorlauf. Mentale Entlastung bedeutet nicht weniger Verantwortung insgesamt. Sie bedeutet weniger alleinige Verantwortung. 

 Was sich verändert, wenn mentale Last geteilt wird 

Wenn mentale Last bewusst verteilt wird, passiert etwas Überraschendes. Gespräche werden ruhiger. Erinnerungen werden weniger vorwurfsvoll. Kinder übernehmen früher Verantwortung. Partner beginnen, proaktiv mitzudenken. Und vor allem: Der innere Druck nimmt ab. 

Ein Perspektivwechsel zum Schluss 

Vielleicht geht es gar nicht darum, alles perfekt zu organisieren. Vielleicht geht es darum, Verantwortung sichtbarer zu machen. Vielleicht geht es darum, dass nicht eine Person alles im Kopf trägt. Und vielleicht beginnt echte Gleichberechtigung nicht in großen Debatten, sondern in kleinen Alltagsmomenten. Wenn wir mentale Last teilen, verändern wir nicht nur unseren Alltag. Wir verändern das Gefühl, Familie zu sein. Und genau das verdient Aufmerksamkeit. 

 

Wir danken der Autorin Rosaria Di Donna. Sie ist Gründerin von familymind und Mutter. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie mentale Last reduziert und Verantwortung in Familien fairer verteilt werden kann – mit modernen, praktischen Lösungen für den Alltag.

 

Weitere Informationen unter:
https://familymind.ai 

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