Im April beginnt endlich wieder die Rhabarberzeit und damit eine wunderbare Gelegenheit, frische und saisonale Zutaten in Eure Familienküche zu bringen. Vielleicht habt Ihr Euch aber auch schon gefragt: Ist Rhabarber eigentlich gesund für Kinder? Und wenn ja, worauf solltet Ihr achten?
Die gute Nachricht vorweg: Rhabarber kann ein gesunder Bestandteil der Kinderernährung sein, wenn Ihr ihn richtig zubereitet und ein paar Dinge beachtet. Gerade im Frühling sorgt er für Abwechslung auf dem Teller und lässt sich wunderbar mit süßen Früchten kombinieren.
Rhabarber enthält einige wertvolle Inhaltsstoffe, die auch für Kinder interessant sind. Besonders hervorzuheben sind die enthaltenen Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen und zu einem gesunden Darm beitragen können. Außerdem liefert Rhabarber Vitamin C sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium. Gleichzeitig ist er von Natur aus eher zuckerarm, was ihn zu einer guten Zutat macht, wenn Ihr den Zuckerkonsum im Familienalltag etwas reduzieren möchtet.
Darauf solltet Ihr achten
Allerdings bringt Rhabarber auch eine Besonderheit mit sich, die Ihr kennen solltet: Er enthält sogenannte Oxalsäure. Diese kann in größeren Mengen die Aufnahme von Calcium im Körper hemmen und ist für empfindliche Kinder schwer verdaulich. Deshalb gilt: Rhabarber sollte nie roh gegessen werden, sondern immer gut erhitzt. Für Kinder unter einem Jahr ist er nicht geeignet, da die Oxalsäuren zu Magen-Darm-Problemen führen können. Für ältere Kinder könnt Ihr ihn jedoch problemlos in Maßen in den Speiseplan integrieren. Rhabarber sollte immer geschält gegessen werden, da die meisten Oxalsäure in der Schale enthalten ist. Wichtig ist außerdem, dass Ihr ausschließlich die Stangen verwendet, denn die Blätter des Rhabarbers sind giftig und gehören nicht auf den Teller.
Wenn Ihr diese einfachen Regeln beachtet, hat Rhabarber einige Vorteile im Familienalltag. Er bringt nicht nur saisonale Vielfalt in Eure Küche, sondern hilft Kindern auch dabei, neue Geschmäcker kennenzulernen – insbesondere die leicht säuerliche Note, die viele Kinder zunächst ungewohnt finden. Gerade deshalb lohnt es sich, ihn immer wieder anzubieten und mit vertrauten Zutaten zu kombinieren.
Kinderfreundliche Zubereitung
Damit Rhabarber auch bei Kindern gut ankommt, ist die richtige Zubereitung entscheidend. Besonders bewährt hat sich die Kombination mit süßen Früchten wie Erdbeeren, Äpfeln oder Bananen. Diese gleichen die Säure aus und machen Gerichte deutlich milder. Auch in Form von Crumble, Kompott oder als fruchtige Ergänzung zu Joghurt lässt sich Rhabarber wunderbar in den Speiseplan integrieren. Statt viel Zucker zu verwenden, könnt Ihr natürliche Süße durch reifes Obst hinzufügen. Das ist nicht nur gesünder, sondern gewöhnt Kinder auch an weniger süße Geschmäcker.
Ein einfaches und besonders beliebtes Rezept für den Frühling ist ein Rhabarber-Crumble mit Haferflocken, der sich schnell zubereiten lässt und der ganzen Familie schmeckt.
Familienrezept: Rhabarber-Crumble mit Haferflocken
Zutaten
- 400 g Rhabarber
- 250 g Erdbeeren oder Äpfel
- 2 TL brauner Zucker
Zutaten für die gesunden Streusel
- 100 g Haferflocken
- 100 g Dinkelmehl
- 2 EL Kokosöl (Zimmertemperatur)
- 4 EL Ahornsirup
Zubereitung
- Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und eine ofenfeste Auflaufform einfetten.
- Rhabarber schälen. Falls Ihr Apfel verwendet, diesen ebenfalls schälen, ansonsten Erdbeeren waschen. Obst in kleine Stücke schneiden, in die Auflaufform geben und mit Zucker bestreuen.
- Alle Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und mit den Händen verkneten. Kleine Streusel formen und gleichmäßig über dem Obst verteilen.
- Rhabarber-Crumble für 30 Minuten backen.
- Kalt oder warm servieren mit Joghurt, Vanillesoße oder Vanilleeis. Gut dazu passt auch frische Minze. Guten Appetit!
Zusammengefasst lässt sich sagen: Rhabarber ist eine gesunde und abwechslungsreiche Ergänzung im Frühling, die Ihr mit gutem Gefühl in Eure Familienküche integrieren könnt. Wenn Ihr auf eine schonende Zubereitung achtet, ihn nicht roh anbietet und in Maßen verwendet, spricht nichts dagegen, dass auch Kinder diesen saisonalen Klassiker genießen.
So wird Rhabarber ganz unkompliziert zu einem frischen Highlight auf Eurem Familientisch – und vielleicht sogar zu einer neuen Lieblingszutat im Frühling.
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